Die Chemie-Industrie
Die chemische Industrie ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, der weltweit nicht mehr wegzudenken ist. Auch wird dieser Zweig „chemisches Gewerbe und Chemiewirtschaft bezeichnet.
Abgrenzung: Chemieindustrie
Bei der chemischen Industrie geht es mehr oder weniger nur um Umwandlung von synthetischen und natürlichen Rohstoffen. Aus Fetten und Ölen werden zum Beispiel Seifen hergestellt, aus Ethylen, Vinylchlorid Kunststoffe. Auch beim Kochen und Backen finden sogenannte Umwandlungen statt, trotzdem zählen diese Vorgänge zur Lebensmittelindustrie, die einen eigenen Teilbereich hat. Kunststoffe, die weiterverarbeitet werden, wie zum Beispiel Kunststoffen, gehören zur Kunststoffindustrie. Für viele Herstellungsverfahren gibt es eigene Teilbereiche, die sich eben wieder in verschiedene Zweige aufteilt. Bei der chemischen Industrie darf man sich nur merken, hier werden Rohstoffe in andere Materialien umgewandelt.
Zur chemischen Industrie gehören auch Pharmazeutika, Anstrichfarben, verschiedene Kosmetika und Pyrotechnika. Hier werden Spezialchemikalien vermahlen, emulgiert oder vermischt.
Es gibt manche Herstellungsverfahren, wo man annehmen könnte, sie gehören auch zur chemischen Industrie. Das ist aber ein Irrglaube. Heizöl, Uran, Schmieröl und ähnliche Stoffe gehören zum Beispiel zur Mineralölindustrie. Keramik- und Glasherstellung zur Keramikindustrie. Die verschiedenen Gase ordnet man der Energieversorgung zu und so weiter. Es gibt so viele Teilbereiche, es würde den Rahmen sprengen, diese alle hier zu erwähnen.
Die Geschichte der chemischen Industrie
Um 1850 herum wurde in den USA und in Europa, die chemische Industrie zu einem eigenständigen Industriezweig. Alles hat mit dem Bleikammerverfahren im Jahre 1746 in Schottland angefangen. Gefolgt vom Soda, Chlorkal und von der der Teerfarbenproduktion. So wurden laufend immer mehr chemische Verfahren und Wirkstoffe entwickelt, die das Ausmaß eines ganzen Industriezweiges annahmen.
Die Chemieunternehmen wuchsen zwischen den Jahren 1860 und 1900 rasant. Die badische Sodafabrik, besser bekannt als BASF hatte um 1885 bereits 2.3300 Angestellte. Fünf Jahre später waren es bereits 3.596. Die Zahl der Arbeiter stieg und stieg. Eine heute sehr bekannte Firma, der Hersteller Bayer hatte seinerzeit nur 24 Chemiker und 300 Arbeiter. Heute gehört Bayer zu den besten und erfolgreichsten Firmen dieser Art.
Gut und Böse
Man könnte annehmen, dass die Menschen seinerzeit auf Chemie am liebsten verzichtet hätten. Haben sie aber nicht. Die Chemieindustrie war sehr angesehen. Allen voran Düngemittel und Schutzmittel für Pflanzen. Schon damals wurden solche Mittel eingesetzt. Auch die verschiedenen Pigmente und Farbstoffe haben die Menschen fasziniert. Plötzlich waren Druckerzeugnisse, Kleider und andere Textilien viel bunter und farbenfroher. Die Güter wurden günstiger und neue Medikamente haben dafür gesorgt, dass schwere Krankheiten geheilt werden konnten.
Die chemische Industrie hat in den letzten Jahren sehr viele Dinge auf dem Markt gebracht, die der Menschheit weiter geholfen hat. In allen Bereichen trifft man auf chemische Reaktionen, die dank ihrem Zusammenspiel Produkte und Medikamente zum Leben erweckt haben. Leider kann man mit chemischen Verfahren auch für sehr viel Negatives sorgen. Was im Untergrund alles erforscht und gebaut wird, möchte man nicht wissen. Jedes Verfahren hat zwei Seiten. Eine positive und eine Negative. Mit einem Messer kann man heilen, aber auch töten. Das darf man nie vergessen.
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